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WELCOME

by nico

Auf diese Zeilen habe ich monatelang gewartet! Und jetzt sind sie endlich da: “Sehr geehrter Herr Schneider, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir ihrem Antrag auf Teilzeitbeschäftigung nach dem Freistellungsmodell nach Art. 88 Abs. 4 BayBG statt gegeben haben.” Was sich hinter dieser Verklausulierung verbirgt? Nichts Geringeres als ein ganzes Jahr bezahlte Freizeit! Besser bekannt als: ein Sabbatjahr!

 

In meinem Falle ist es in fünf Jahren so weit. Dann habe ich monatlich genug von meinem Gehalt abgegeben, damit mir mein Arbeitgeber erlaubt, von den Ansparungen ein Jahr lang weiterbezahlt zu werden, ohne in der Arbeit zu erscheinen. Und im Anschluss wieder ohne Probleme in den Job zurückkehren zu können.

 

Allein schon seit ich den Antrag gestellt habe, ging bei mir das Kopfkino los: Was mache ich in diesem Jahr? Wo will ich hin? Welche Projekte will ich angehen?  Wie viel Freiheit und Machenkönnenwollen passt da rein? Ich weiß nicht, wie es dir da geht, aber ich denke da immer stark in Bildern. Ich sehe mich innerlich schon mit einem Cowboy-Hut auf der Route 66 stehen, morgens den Lizard-Move oder Yoga am Strand auf Bali machen oder einfach spontan jeden Tag aufs Neue entscheiden, was man auf der Welt entdecken möchte. Was am Ende auch immer ganz genau in diesem Jahr passiert, eines wird auf jeden Fall da sein: Abenteuer! 

 

Aber ich habe mich dabei auch immer ein wenig gefragt, was danach kommt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nach einem solch ganz anders gelebten Jahr “einfach so” zurückkehrt und sich unverändert in das alte Leben zurückpresst. Sind dafür diese unglaublichen 365 freien Tage nicht schon ein viel zu großer Kreativitätsschub? Ist nicht allein der Antrag auf ein Sabbatjahr schon ein Schritt, der eine Veränderung möchte? Mal es dir doch mal kurz selber aus: Was würdest du alles anstellen, wenn man dir ein Jahr schenken würde und dich trotzdem weiterbezahlt? Was würdest du schaffen und erreichen wollen? Welche Talente würdest du fördern und in welchem Setting würdest du dich entfalten wollen? So ein Jahr wird vermutlich für jeden so etwas wie ein Cut im Leben sein.

 

Und so ging das Kopfkino bei mir noch weiter: Vielleicht will ich ja auch im Sabbatjahr etwas “arbeiten”, meinen Passionen folgen und von unterwegs aus kreativ sein? Etwas schaffen, was anderen eine Hilfe sein kann? Will ich schlicht und ergreifend meinen Beruf für mich neu definieren und auch in der Zeit danach aus den so entstandenen Potentialen schöpfen?

 

Jedenfalls, seit ich den Beschluss gefasst habe, diesen Blog zu starten, weiß ich noch eine Sache mehr: Schon allein die Zeit bis zu diesem Jahr wird ein Abenteuer im Neuland werden. Und ich möchte dir auf meinem Weg dorthin Einblicke geben. Mit welchem Ziel, aus welchem Grund: Darum geht es in den nächsten Einträgen. Aber ich lade dich schon herzlich mal ein, mich auf diesem Weg zu begleiten.

 

 

be yourself and empower your life, dein nico