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MORGENROUTINE? WAS IST DAS UND WAS BRINGT DAS EIGENTLICH?

by nico

Wahrscheinlich hast du den Begriff der “Morgenroutine” in letzter Zeit schon von anderer Seite mal aufgeschnappt. Daher will ich an dieser Stelle gar nicht großartig ausholen, sondern gleich mit einem Beispiel starten.

 

Die letzten Jahrzehnte meines Lebens war ich ein überzeugter Langschläfer. Hätte ich mir meine Arbeitszeiten selber aussuchen können, ich wäre lieber abends länger aufgeblieben und morgens langsam und spät in den Tag gestartet. Und wenn ich diesbezüglich schon nicht selbst bestimmen darf, dann bin ich zumindest immer bis zur letzten Minute im Bett geblieben. Badezimmer. Kleiderschrank. Autoschlüssel. 

 

Jetzt bin ich aber vergangenes Jahr selber auf das Thema der Morgenroutine gestoßen und war zumindest neugierig genug, es mal ausprobieren zu wollen. Warum eine Morgenroutine dir persönlich etwas bringt? So genau und nachvollziehbar konnte mir das keiner so wirklich beantworten. Aber dass es dir etwas bringt, dass konnte so ziemlich jeder bejahen, den man dazu befragt hat.

 

 

Also habe ich dem Thema eine Chance gegeben und habe mir tatsächlich vorgenommen, entgegen all meinen Gewohnheiten, über eine Stunde früher aufzustehen. In meinem Falle hieß das konkret 5.30 Uhr!

 

Aber was macht man denn dann mit der Zeit, die man morgens früher hat? Einen Kaffee trinken? Die Zeitung lesen? Vielleicht. Aber es geht darum, einen Mehrwert zu schaffen. Einen Mehrwert für dein Leben.

Denn du hast diese Mehrzeit nicht abends! Zu einem solchen Zeitpunkt sind die allerwenigsten von uns in der Lage, einen Mehrwert zu schaffen. Einen Mehrwert, der dich persönlich weiterbringt. Mir geht zum Beispiel nichts über die gemeinsame Zeit abends mit meinem Partner – wie auch immer man dann diese gemeinsame Zeit zusammen gestaltet. Bei dir ist es vielleicht der Sport, die Freunde, der Fernseher, whatever. Respekt vor allen, die die Energie für eine Volkshochschule aufbringen. Aber ich für mich werde da abends nicht anfangen, zum Beispiel eine Sprache zu lernen.

 

Was schon mal eine der Möglichkeiten wäre, die du mit der Mehrzeit am Morgen anfangen kannst. Da stört dich keiner! Da muss man noch nicht aufs Handy schauen! Da bist du ungestört, da bist du vor allen anderen, da kannst du einen Mehrwert für dich schaffen.

 

Um bei meinem Beispiel zu bleiben: Ich starte mit einer halben Stunde Yoga, einer zwanzigminütigen Meditation und einer Tasse Tee.

 

Und wenn es dich näher interessiert, werde ich auch gerne ganz konkret: Wir stehen zuerst einmal gemeinsam auf . Denn es ist eine unglaubliche Erleichterung, wenn du und dein Partner gemeinsam diese Umstellung in deinem Morgenablauf in Angriff nehmen. Während meine Frau im Badezimmer ist, bereite ich ein heißes Glas Zitrone vor und baue die Matten im Wohnzimmer auf. Das anschließende halbstündige Yoga muss gar nicht unglaublich anspruchsvoll sein – allein schon die leichtesten Übungen sind mehr als ein sanftes Aufwecken des Körpers. 

 

Apps, die ich konkret hierfür empfehlen kann sind Asana Rebel und Cyberobics. Noch besser ist Mady und ihr YouTube-Channel ;)

 

Danach bereitet meine Frau dann einen Tee vor, ich bin im Bad, wir ziehen uns an und treffen uns wieder auf der Couch für eine Meditation. Wie bitte, sagst du vielleicht – Meditation!!? Ein Thema, auf das die meisten mit Begeisterung oder mit Abwehr reagieren. 

 

Ich gehörte zu Letzteren, aber nichtsdestotrotz bin ich neugierig genug, den Dingen eine Chance zu geben. Und ich mag es mittlerweile sehr! Weil es eine Phase ist, in der ich unabgelenkt, fokussiert und wirklich hundertprozentig bei mir bin.

 

 

Meine Frau wählt meistens die konkrete Meditation aus – “Sevenmind” war ein guter Einstieg dafür. Aber für mich wäre es sogar ausreichend, für mich alleine zu meditieren. 

 

Just me und meine Gedanken, ganz wach vom Yoga seiend.

Nach über einem Jahr praktizierter Morgenroutine kann ich dir auch nicht genau sagen, warum exakt sie mir persönlich etwas bringt. Aber sicher kann ich dir folgendes sagen: Ich bin frischer am Tag, ich bin wacher, ich bin entspannter, ich bin mehr bei mir. Kurz gesagt:

 

Ich habe viel mehr Energie und Kraft für all die unvorhersehbaren Herausforderungen, die ein Schultag mit sich bringt! 

Ich fühle mich wie der Fels in der Brandung.

Und falls du auch mal für dich schauen willst, ob eine Morgenroutine etwas für dich ist – wie auch immer du sie für dich gestalten willst oder was auch immer du bisher in einem Leben nicht untergebracht hast, aber unbedingt vorantreiben willst: Halte durch!

 

 

Es gibt ja all die Versprechungen, dass du mit der einen Sache “Fit in 3 Tagen bist” oder “5 Kilo in 5 Tagen” verlierst oder “XY in superkurzer Zeit” schaffst. Aber wirklich umstellen, wirklich in dir ankommen, wirklich eine nachhaltige Veränderung in deinem Inneren bewirken, das dauert länger.

 

Als Faustregel gilt: 77 Tage durchhalten. Danach läuft es von alleine !

Manche sagen 66 Tage, bei mir waren es circa 70 bis ich die Automatisierung wahrgenommen habe, aber Fakt ist: Wenn du etwas an deinem ganzen Tag oder sogar deinem ganzen Leben aus der Morgenroutine etwas mitnehmen willst, dann musst du mehr als eine Woche durchhalten, um einen Mehrgewinn zu spüren.

 

Ich will dir hier Mut machen, dass es sich lohnt. Dass es für dich etwas bringt, das du vorher nicht hattest. Denn was vielleicht noch viel größer als die Einführung einer Morgenroutine ist: Sie ist nur ein Anfang. Sie zieht den nächsten Schritt nach sich. Du gehst an anderen Stellen weitere Wege weiter. Es werden Rückschritte sogar unmöglich!

 

 Die Morgenroutine ist nur der Start, gar nichts mehr anderes zu wollen, als:

 mehr vom Leben.

Ich bin neugierig auf deine Meinung!
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